Sprossen und Keime – Das frischeste Superfood aus der eigenen Küche
Sprossen sind wahre Kraftpakete der Natur. Wenn ein Samenkorn keimt, vervielfachen sich seine Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe innerhalb weniger Tage. Mit unseren Keimgeräten und Bio-Keimsaaten verwandeln Sie Ihre Küche in einen kleinen Garten – ganz ohne grünen Daumen und das ganze Jahr über. Egal, ob Sie es Microgreens, Superfood oder einfach nur Sprossen nennen – bei uns finden Sie garantiert alles für Ihre eigene Fensterbank-Ernte!
Hochwertige Keimsaaten in Bio-Qualität
Die Qualität der Samen ist entscheidend für den Keimerfolg. In unserem Sortiment finden Sie ausschließlich Bio-Keimsaaten, die eine hohe Keimfähigkeit garantieren. Ob würzige Radieschen-Sprossen, proteinreiche Alfalfa-Keime oder der milde Klassiker Mungobohne – entdecken Sie die Vielfalt an Geschmacksrichtungen für Ihre Salate, Smoothies und Brote.
Das richtige Zubehör: Sprossenglas oder Keimgerät?
Für den erfolgreichen Anbau benötigen Sie das passende Equipment:
Sprossengläser
Ideal für Einsteiger und für die Anzucht von Hülsenfrüchten wie Mungobohnen oder Linsen. Sie sind leicht zu reinigen und dekorativ.
1. Vorbereitung & Einweichen
Kleine Saaten (z. B. Alfalfa, Radieschen): 1 EL pro 750 ml Glas.
Große Saaten (z. B. Mungbohnen, Kichererbsen, Linsen): 2 EL pro 750 ml Glas.
Größere Gläser (1000 ml): Verwenden Sie jeweils etwa die 1,5-fache Menge.
Einweichzeit: Keimsaat ca. 8 Stunden, Hülsenfrüchte ca. 12 Stunden in reichlich Wasser einweichen.
2. Spülen & Pflegen
Gießen Sie das Einweichwasser nach der Wartezeit vollständig aus.
Rhythmus: Spülen Sie die Sprossen zweimal täglich (morgens und abends) gründlich mit frischem Wasser durch.
Abtropfen: Stellen Sie das Glas nach jedem Spülen schräg in das Abtropfgestell. So fließt überschüssiges Wasser ab und die Luft kann optimal zirkulieren – das verhindert Schimmelbildung.
3. Ernte & Lagerung
Die Erntezeit variiert je nach Sorte:
Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne): Nach 2–3 Tagen.
Andere Saaten: Nach 5–8 Tagen.
Tipp zur Aufbewahrung: Die fertigen Sprossen halten sich in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank ca. 4–5 Tage. Ein weiteres Spülen ist dann nicht mehr nötig. Sobald das Glas leer ist, können Sie direkt die nächste Portion ansetzen!
Sprossenturm
Diese eignen sich hervorragend für schleimbildende Saaten (wie Kresse oder Rucola) oder wenn Sie mehrere Sorten gleichzeitig anbauen möchten.
1. Vorbereitung & Bestücken
Hygiene zuerst: Reinige das Gerät gründlich. Setze die roten Siphonhütchen locker auf die Ablaufröhrchen (nicht fest aufdrücken!).
Samen spülen: Wasche deine Keimsaaten (z. B. Mungbohnen oder Radieschen) in einem Sieb unter fließendem, kaltem Wasser ab.
Verteilen: Streue die Samen gleichmäßig und dünn in die Keimschalen. Gib ihnen Platz – sie vergrößern ihr Volumen beim Wachsen massiv!
2. Der richtige Aufbau
Staple die Schalen so übereinander, dass die Siphons versetzt zueinander stehen. Das sorgt für eine gleichmäßige Wasserverteilung durch alle Etagen.
3. Bewässerung & Pflege
Gieße ca. 500 ml Wasser in die oberste Schale, bis das Siphonhütchen komplett bedeckt ist.
Das Wasser läuft nun automatisch durch alle Schalen in die Auffangschale. Leere diese nach jedem Durchlauf aus.
Wiederhole diesen Vorgang je nach Sorte 2-mal täglich.
4. Ernte & Reinigung
Ernte: Je nach Saatgut sind deine Sprossen nach 3 bis 7 Tagen verzehrbereit.
Reinigung: Nach der Ernte mit Essigwasser oder in der Spülmaschine (bis 65°C) reinigen.
Profi-Tipps für den Erfolg
Der perfekte Ort: Ein heller Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal.
Kein Schimmel: Nach 2–3 Tagen bilden sich oft feine weiße Faserwurzeln. Keine Sorge, das ist kein Schimmel! Faserwurzeln riechen frisch, Schimmel riecht muffig.
Samenhüllen: Es ist völlig normal, dass leere Hüllen in den Schalen zurückbleiben. Diese können mitgegessen oder beim Waschen vor dem Verzehr ausgespült werden.
Tonkeimer: Das natürliche Klima für Ihre Sprossen
Keimgeräte aus Ton sind die erste Wahl für alle, die Wert auf natürliche Materialien und ein optimales Mikroklima legen. Gebrannter Ton ist offenporig und kann Feuchtigkeit speichern, um sie bei Bedarf gleichmäßig an die Keimlinge abzugeben.
Ideal für schleimbildende Saaten: Tonkeimer eignen sich hervorragend für Sorten wie Kresse, Rucola, Leinsamen oder Senf. Da diese Saaten beim Keimen einen Schleimfilm bilden, benötigen sie eine Unterlage, die überschüssige Feuchtigkeit aufsaugt und gleichzeitig eine gute Belüftung bietet, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Effiziente Anzucht: Durch das praktische Etagen-System können Sie in einem Ton-Keimgerät mehrere Sorten gleichzeitig anbauen, ohne dass diese viel Platz in der Küche beanspruchen.
1. Vorbereitung (Wichtig bei Ton!)
Wässern: Tauche die Tonschalen vor dem ersten Gebrauch (oder wenn sie sehr trocken sind) kurz in Wasser ein. Der Ton saugt sich voll und gibt die Feuchtigkeit später langsam an die Sprossen ab.
Reinigung: Nur heißes Wasser und eine Bürste verwenden. Kein Spülmittel, da der Ton die Seife aufsaugt und an die Sprossen abgeben würde!
2. Samen vorbereiten & Bestücken
Einweichen: Die meisten Samen sollten vorab in einem Glas ca. 6–12 Stunden eingeweicht werden (siehe Packungsbeilage).
Verteilen: Spüle die Samen ab und verteile sie gleichmäßig in den Tonschalen. Da Ton kein Licht durchlässt, simuliert er die natürliche Keimumgebung unter der Erde.
3. Bewässerung
Spülen: Gieße 2-mal täglich frisches Wasser in die oberste Schale oder spüle jede Schale einzeln unter dem Wasserhahn ab.
Ablauf: Achte darauf, dass überschüssiges Wasser komplett in die unterste (glasierte) Auffangschale abläuft. Die Sprossen dürfen nicht im Wasser stehen ("nasse Füße"), da sie sonst faulen.
Tipp: Leere die Auffangschale regelmäßig aus.
4. Ernte & Hygiene
Ernte: Nach 3 bis 8 Tagen (je nach Sorte).
Tiefenreinigung: Um Keime abzutöten, kannst du die Tonschalen gelegentlich im Ofen bei ca. 100°C für 15 Minuten sterilisieren oder mit Essigwasser ausbürsten.
Kressesiebe: Perfekt für schleimbildende Saaten
Ein Kressesieb (oft aus Edelstahl oder Keramik) ist das Spezialwerkzeug für alle Saaten, die beim Kontakt mit Wasser eine gallertartige Schleimhülle bilden. Dazu gehören neben der klassischen Gartenkresse auch Rucola, Senf, Leinsamen und Chia. Diese Sorten lassen sich in einem herkömmlichen Sprossenglas kaum ziehen, da sie dort keine Luft bekommen und schnell zu faulen beginnen.
Anleitung: Keimen auf dem Kressesieb
1. Dosierung & Vorbereitung Je nach Größe Ihres Siebes variiert die Menge der Keimsaat:
Ø 12 cm: 1 Teelöffel
Ø 16 cm: 2 Teelöffel
Ø 21,5 cm: 4 Teelöffel
Besonderheit: Bei Senfsaat verwenden Sie bitte etwa die doppelte Menge.
1. Die Saat in einem Glas ca. 15 Minuten einweichen lassen und die entstandene Masse anschließend auf das Sieb geben.
2. Aussaat Verteilen Sie die eingeweichte Masse mit einem Messer gleichmäßig bis zum Rand des Siebes. Wichtig: Es sollte eine dichte, geschlossene Fläche entstehen, aber die Samen sollten nicht in mehreren Schichten übereinander liegen.
3. Die ersten Tage (Keimphase) Um die Saat vor dem Austrocknen zu schützen, decken Sie das Sieb die ersten zwei Tage ab:
12 cm: Mit einer umgekehrten Untertasse.
16 cm: Mit einem umgekehrten Kuchenteller.
21,5 cm: Mit einem umgekehrten Essteller.
Pflege: Besprühen Sie die Samen zweimal täglich leicht mit einer Sprühflasche.
4. Bewässerung (Wachstumsphase) Sobald die Wurzeln durch das Sieb gewachsen sind, benötigen Sie keine Abdeckung mehr. Spülen Sie Keimlinge und Wurzeln nun zweimal täglich unter fließendem Wasser ab. Wichtig: Achten Sie darauf, dass kein stehendes Wasser in der Schale bleibt. Die Wurzeln brauchen Luft und dürfen keine „nassen Füße“ haben, um Fäulnis zu vermeiden.
5. Ernte & Aufbewahrung Nach 6 bis 10 Tagen sind Ihre Sprossen bereit. Sie können mitsamt der Wurzeln verzehrt werden. Lagerung: Im Kühlschrank halten sich die geernteten Sprossen in einem geschlossenen Gefäß 4–5 Tage. Ein erneutes Spülen ist dann nicht mehr nötig.
Reinigung
Weichen Sie das Sieb nach der Ernte kurz in Wasser ein. Saatreste lassen sich dann einfach mit einem Messer abschaben. Danach das Sieb gründlich spülen.
Einfache Handhabung: Bei einem Kressesieb werden die Samen flach auf das feinmaschige Gitter gestreut. Die Wurzeln wachsen durch das Sieb nach unten ins Wasser, während die grünen Halme nach oben streben.
Hygiene & Sauberkeit: Hochwertige Siebe aus Edelstahl sind rostfrei, langlebig und lassen sich nach der Ernte ganz einfach in der Spülmaschine oder mit einer Bürste reinigen.
Ernten ohne Abfall: Im Gegensatz zur Anzucht auf Watte oder Küchenpapier können Sie die Sprossen bei einem Kressesieb direkt über dem Gitter abschneiden oder (bei Edelstahl-Modellen) sogar mitsamt der Wurzel ernten – ganz ohne Papierreste im Salat.